Jede Bitcoin-Zahlung steht dauerhaft und öffentlich in der Blockchain. Wir verfolgen Ihre Zahlung über die Stationen, die sie genommen hat, und sagen Ihnen für jeden Teilbetrag, wo die Spur endet — und ob sich daraus etwas machen lässt.
Wer im Zusammenhang mit einem Betrugsfall gegen Vorkasse eine Rückholung anbietet, handelt mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst betrügerisch. Diese Masche trifft gezielt Menschen, die bereits geschädigt wurden. Seriöse Stellen verlangen kein Geld für ein Rückholversprechen.
Auch wir holen nichts zurück. Wir zeigen Ihnen, was in der Blockchain steht — nachprüfbar, mit offengelegtem Verfahren. Was Sie damit tun, entscheiden Sie; der Weg führt in aller Regel über eine Anzeige bei der Polizei.
Was von dort aus möglich ist: Beträge, die bei einem benannten Handelsplatz eingegangen sind oder unbewegt liegen, lassen sich auf Veranlassung der Ermittlungsbehörden sichern. Entscheiden können das weder Sie noch wir — aber dafür muss bekannt sein, wo die Beträge liegen, und sie müssen noch dort sein. Beides stellt dieser Bericht fest.
Bitcoin-Forensik ist die Untersuchung von Zahlungswegen in der Blockchain. Anders als bei einer Banküberweisung ist jede Bitcoin-Zahlung öffentlich einsehbar — dauerhaft, für jeden, ohne Auskunftsersuchen. Was daraus nicht hervorgeht, ist, wer hinter einer Adresse steht.
Die Arbeit besteht deshalb aus zwei Teilen. Der erste ist Rechnen: dem Geld über Verzweigungen und Vermischungen folgen und für jeden Teilbetrag bestimmen, wo er geblieben ist. Der zweite ist Zuordnen: erkennen, welche Adressen zu einem Handelsplatz, einem Tauschdienst oder einer Brücke gehören — denn dort endet die Nachvollziehbarkeit auf der Kette und beginnt das, was nur eine Behörde erfragen kann.
Beides ist mit Unsicherheit behaftet, und beides lässt sich sauber oder schlampig machen. Der Unterschied liegt darin, ob eine Auswertung offenlegt, worauf jede Angabe beruht — oder ob sie Vermutung und Feststellung vermischt. Wir legen es offen: Jede Angabe trägt eine Vertrauensstufe, und „bestätigt“ ist ausschließlich, was unmittelbar auf der Blockchain steht.
Sie bekommen keine Einschätzung, sondern eine Aufstellung: jeder Teilbetrag, sein Weg, sein Endzustand, und woher jede Angabe stammt.
Von Ihrer Zahlung aus vorwärts über bis zu 24 Stationen — und von erhaltenen Zahlungen rückwärts zu ihrer Herkunft.
Adressen, die gemeinsam ausgeben, gehören derselben Stelle. Daraus entsteht ein Bild vom Umfang — nicht vom Eigentümer.
„Bestätigt“ ist ausschließlich, was unmittelbar auf der Blockchain steht. Alles Übrige trägt eine schwächere Stufe — sichtbar, nicht versteckt.
Der gesamte Fall als Karte: ziehen, zoomen, einen Strang isolieren, eine einzelne Meldung hervorheben.
Jede Einzahlung zum Kurs ihres Tages in Euro und US-Dollar. Für eine Anzeige zählt der Wert damals, nicht der heutige.
Beträge, die unbewegt liegen, werden täglich geprüft. Bewegt sich etwas, erfahren Sie es — solange die Feststellung noch trägt.
Jeder verfolgte Teilbetrag landet in genau einem dieser Zustände — der Bericht weist für jeden aus, wie viel dort angekommen ist. Drei davon sind handlungsfähig: Dort gibt es einen konkreten nächsten Schritt. Handlungsfähig heißt nicht, dass das Geld zurückkommt.
| Endzustand | Was festgestellt wurde | Was daraus folgt |
|---|---|---|
| Unbewegt | Der Betrag liegt bis heute unangetastet auf der Adresse, an der die Verfolgung endete. | Der stärkste Befund: unmittelbar aus der Blockchain ablesbar, nicht erschlossen. Er gilt aber nur, solange sich nichts bewegt — deshalb wird diese Adresse anschließend täglich geprüft. |
| Verwahrdienst | Der Betrag ist bei einem benannten Handelsplatz eingegangen, der Konten auf Namen führt — etwa einer Börse. | Dort weiß jemand, wem das Konto gehört. Handelsplätze erteilen diese Auskunft ausschließlich Behörden, weshalb die Anzeige der entscheidende Schritt ist. |
| Tausch oder Brücke | Der Betrag ist bei einem Dienst eingegangen, der ohne Nutzerkonto in andere Währungen tauscht oder ihn auf ein anderes Netz überführt. | Hier gibt es keinen Kontoinhaber, nach dem sich fragen ließe, und das Geld hat die Bitcoin-Kette verlassen. Zeitpunkt und Betrag sind dort dennoch aktenkundig und gehören in die Anzeige. |
| Mischtransaktion | Der Betrag ging in einer Transaktion auf, in der viele Beteiligte gleich hohe Beträge erhielten. Welcher Ausgang zu welchem Eingang gehört, ist von außen nicht mehr feststellbar. | Hier hört die Nachvollziehbarkeit auf: Jede Angabe darüber, wohin dieser Betrag anschließend floss, wäre eine Vermutung und keine Feststellung — wir treffen sie nicht. Dieses Muster erzeugen CoinJoin-Verfahren ebenso wie Mischdienste; welches von beiden vorlag, lässt sich der Transaktion nicht ansehen. Die Nutzung solcher Verfahren belegt für sich genommen keine Straftat — sie dienen auch dem Schutz der Privatsphäre. |
| Läuft weiter | Der Weg reicht über die Zahl an Stationen hinaus, bis zu der untersucht wurde. | Die Spur bricht hier nicht ab — wir haben nur aufgehört zu suchen. Wie tief untersucht wurde, steht im Bericht; eine tiefere Auswertung ist möglich. |
| Restbetrag | Der Zweig wurde durch wiederholtes Aufteilen so klein, dass eine Weiterverfolgung nichts mehr trägt. | Typisch für Auszahlungsstrukturen, die Beträge bewusst zersplittern. Auch hier ist die Spur nicht zu Ende, aber die Einzelteile sind zu klein, als dass eine Behörde ihnen nachginge. |
Transaktionskennungen oder Bitcoin-Adressen, ein selbstgewähltes Kennwort statt Ihres Namens. Keine E-Mail-Adresse nötig, kein Konto.
Jede Angabe wird gegen den Maßstab des Falls geprüft. Unsichere Angaben fließen nicht in die Aussagen ein, werden aber vollständig aufgeführt. Anschließend läuft die Verfolgung.
Als PDF, mit Adressgraph, Begriffserklärungen und einem Entwurf für die Anzeigenerstattung. Mit Programmversion und Datenstand, damit sich jede Zahl nachrechnen lässt.
Warum kostenlos? Weil jede Fallakte den Adressbestand verbessert, aus dem die nächste Auswertung schöpft. Wir sagen das lieber offen, als eine Großzügigkeit zu behaupten, die keine ist.
Aus der Blockchain geht das nicht hervor. Wir ordnen Beträge Adressen zu, keine Personen.
Wir sind keine Rechtsanwälte und geben keine Auskunft zu Ihrem Einzelfall. Der Anzeigenentwurf schildert Tatsachen und bewertet sie nicht.
Auskünfte über Kontoinhaber erteilen Handelsplätze nur Behörden. Deshalb ist die Anzeige der entscheidende Schritt, nicht dieser Bericht.
Bei einem CoinJoin oder einem Tauschdienst ohne Konten hört die Nachvollziehbarkeit auf. Das schreiben wir hin, statt es zu überspielen.
Sie brauchen dafür keinen Namen und keine E-Mail-Adresse — ein selbstgewähltes Kennwort genügt, mit dem Sie später ergänzen oder alles löschen lassen können. Gespeichert werden ausschließlich Transaktionskennungen und Bitcoin-Adressen; beides steht ohnehin öffentlich in der Blockchain.
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